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Mecuris GmbH schließt Seed-Finanzierung zur Digitalisierung der Prothetik und Orthetik ab

Der High-Tech Gründerfonds (HTGF) investiert zusammen mit Bayern Kapital in das Münchner Medizintechnik-Startup Mecuris. Der Spezialist für personalisierte und additiv gefertigte Orthopädische Hilfsmittel bietet Kranken- und Sanitätshäusern eine innovative Lösungsplattform. Mit der Finanzierung sollen die Plattform ausgebaut und weitere Applikationen entwickelt werden.

Die Orthopädietechnik ist auch in Zeiten zunehmender Digitalisierung aller Branchen ein weithin handwerklich geprägtes Gewerbe. Steigender Kostendruck führt jedoch dazu, dass immer häufiger Patienten mit Standardprodukten anstatt mit individuell angepassten und handwerklich gefertigten Hilfsmitteln versorgt werden.

Mecuris ermöglicht die individuelle und maßgenaue Fertigung orthopädischer Hilfsmittel mittels einer intuitiv zu bedienenden, webbasierten Plattform und anschließender Fertigung mittels 3-D Druck. Dazu zählen Orthesen (bspw. zur Stabilisierung der Hals-Wirbelsäule) und Prothesen (bspw. Fußprothesen), aber auch Zubehör wie Cover für Unterschenkelprothesen. Dafür stellt Mecuris orthopädischen Kliniken und Sanitätshäusern nicht nur die innovative Plattform, sondern auch den kompletten Service bis zur Lieferung der fertigen Ware zur Verfügung. Konstruktionsdaten werden mit Hilfe bildgebender Verfahren (CT, Scan, Fotos) automatisiert der Patientenanatomie angepasst.

Wolf-Peter Werner, CFO, erklärt: „Unsere Plattform ist ein selbstlernendes System, welches Verfahren aus der Künstlichen Intelligenz und Automatischen Bildverarbeitung verwendet. Die Produktion der orthopädischen Hilfsmittel erfolgt dann dezentral mittels additiver Fertigungstechnologie (3D-Druck) in für die Herstellung von Medizinprodukten zertifizierten Zentren.“

Dr. Frank Hensel, Investmentmanager beim HTGF ist überzeugt: „Die Vorteile additiver Fertigung sind vielfältig. Ärzte und Orthopädietechniker können die Technik von Mecuris nutzen, ohne selbst technische Vorkenntnisse in CAD-Konstruktion oder in 3D-Druck zu haben. Dank der digitalen Prozesskette reduziert sich die Fertigungszeit erheblich.“

Der Markt für orthopädische Hilfsmittel ist durch den demographischen Wandel und Zivilisationskrankheiten wie Diabetes stark gewachsen und wächst weiter. Manuel Opitz, CEO von Mecuris, berichtet: „Die Ausgaben haben sich allein in Deutschland in den letzten 20 Jahren auf mehr als 1,8 Mrd. € im Jahr 2015 verdoppelt. Gleichzeitig beklagt die Orthopädietechnikbranche einen eklatanten Fachkräftemangel: Nach Schätzungen der WHO wären 10 Mal so viele Experten notwendig wie derzeit zur Verfügung stehen.“

Über Mecuris
Mecuris wurde 2016 als Spin-off des Klinikums der Universität München an der Ludwigs-Maximilians-Universität München gegründet. Das sechsköpfige, interdisziplinäre Gründerteam bringt neben mehr als 70 Jahren Berufserfahrung – darunter 25 in der medizinischen-medizintechnischen Forschung – auch die Gründererfahrung aus 7 Startups ein. Zusammen mit inzwischen drei weiteren Mitarbeitern arbeitet Mecuris gemeinsam mit führenden Orthopädiehäusern an der Digitalisierung der Prothetik und Orthetik.

Über Bayern Kapital
Die Bayern Kapital GmbH mit Sitz in Landshut wurde auf Initiative der Bayerischen Staatsregierung 1995 als 100-prozentige Tochtergesellschaft der LfA Förderbank Bayern gegründet. Bayern Kapital stellt als Venture-Capital-Gesellschaft des Freistaats Bayern den Gründern innovativer High-Tech-Unternehmen und jungen, innovativen Technologieunternehmen in Bayern Beteiligungskapital zur Verfügung. Bayern Kapital verwaltet derzeit elf Beteiligungsfonds mit einem Beteiligungsvolumen von rund 340 Millionen Euro. Bislang hat Bayern Kapital fast 238 Millionen Euro Beteiligungskapital in rund 250 innovative technologieorientierte Unternehmen aus verschiedensten Branchen investiert, darunter Life Sciences, Software & IT, Medizintechnik, Werkstoffe & Neue Materialien, Nanotechnologie sowie Umwelttechnologie. So sind in Bayern fast 5000 Arbeitsplätze dauerhaft in zukunftsfähigen Unternehmen entstanden.

Pressekontakt:
IRA WÜLFING KOMMUNIKATION GmbH
Dr. Reinhard Saller
Tel.:+49.89.200030-30
bayernkapital@wuelfing-kommunikation.de

Über den HTGF
Der High-Tech Gründerfonds investiert Risikokapital in junge, chancenreiche Technologie-Unternehmen, die vielversprechende Forschungsergebnisse unternehmerisch umsetzen. Mit Hilfe der Seedfinanzierung sollen die Start-Ups das F&E-Vorhaben bis zur Bereitstellung eines Prototypen bzw. eines „Proof of Concept“ oder zur Markteinführung führen. Der Fonds beteiligt sich initial mit 600.000 Euro; insgesamt stehen bis zu 2 Millionen Euro pro Unternehmen zur Verfügung. Investoren der Public-Private-Partnership sind das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie, die KfW Bankengruppe sowie die 18 Wirtschaftsunternehmen ALTANA, BASF, Bayer, B. Braun, Robert Bosch, CEWE, Daimler, Deutsche Post DHL, Deutsche Telekom, Evonik, Lanxess, media + more venture Beteiligungs GmbH & Co. KG, METRO, Qiagen, RWE Innogy, SAP, Tengelmann und Carl Zeiss. Der High-Tech Gründerfonds verfügt insgesamt über ein Fondsvolumen von rund 576 Mio. EUR (272 Mio. EUR Fonds I und 304 Mio. EUR Fonds II).

Kontakt:
High-Tech Gründerfonds Management GmbH
Dr. Frank Hensel
Schlegelstr. 2
53113 Bonn
Tel.: +49.228.823001.00
Fax: +49.228.823000.50
info@htgf.de
www.high-tech-gruenderfonds.de