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Über 5 Millionen Euro für Lindis Blood Care: Entwicklung eines neuen Produktes zur Entfernung von Tumorzellen aus Operationsblut

  • Klinische Entwicklung des Produktes CATUVAB gesichert
  • CATUVAB soll die Tumorzell-freie Rückgabe des während einer Operation aufgefangenen Eigenblutes ermöglichen, ohne Standard-OP-Prozesse wesentlich zu verändern.
  • High-Tech Gründerfonds (HTGF), Brandenburg Kapital GmbH sowie fünf Privatinvestoren beteiligen sich im Rahmen einer Kapitalerhöhung
  • Inklusive der ILB-Fördermittel aus dem EFRE-Programm “ProFIT” (3,3 Millionen Euro) erhält das Unternehmen insgesamt mehr als 5 Millionen Euro

 

Während Tumor-Operationen wird standardmäßig bei zu hohem Blutverlust Fremdblut gegeben. Weltweit ist dies pro Jahr bei mehr als einer halben Million Tumor-Operationen der Fall. Dieses Vorgehen kann zahlreiche ernste Nebenwirkungen und erhöhte Tumorwiederkehrraten zur Folge haben. Diese ließen sich in Zukunft durch CATUVAB und die damit mögliche Nutzung des patienteneigenen Blutes vermeiden.

Bei Tumor-Operationen kann die Sammlung und Rückgabe des Operationsblutes während der Operation (autologe Bluttransfusion), die im Rahmen anderer Operationen mit Hilfe von Maschinellen-Autotransfusions-Geräten (MAT) durchgeführt wird, standardmäßig nicht eingesetzt werden, da während einer Tumor-Operation häufig Tumorzellen freigesetzt werden. Diese dürfen dem Patienten nicht wieder zugeführt werden. Hier setzt CATUVAB an. Es besteht aus der Kombination eines bispezifischen Antikörpers und eines Filters und ermöglicht so die zuverlässige Entfernung von Tumorzellen aus dem Blut im Rahmen des Standard-MAT-Verfahrens. Produkt und Verfahren können in den klinischen Alltag eingebunden werden und Bestandteil eines zeitgemäßen „Patient Blood Management“ werden.

„Durch den Abschluss der Finanzierungsrunde sind wir nun in der Lage, unser vielversprechendes Produkt, das einen deutlichen Mehrwert für Tumorpatienten bringen wird, zügig weiterzuentwickeln“, sagt Horst Lindhofer, Miterfinder und einer der Gründer der Lindis Blood Care (LBC). Sein Gründungspartner Franzpeter Bracht ergänzt: „Mit dem frischen Kapital können wir nun die letzte Phase der Entwicklung bis hin zur Zulassung bestreiten und werden uns dann nach Partnern für die Vermarktung außerhalb Europas umsehen.“

„Innovative Verfahren werden im Bereich der Onkologie benötigt. Wir sind überzeugt, dass LBCs herausragendes Medizinprodukt bei Tumor-Operationen einen deutlichen Mehrwert liefert“, sagt Tobias Faupel, Senior Investmentmanager des High-Tech Gründerfonds. „Wir sind beeindruckt vom erfahrenen Entwicklungsteam der LBC in Kombination mit hochinnovativer Forschung. Daher freuen wir uns, diese Entwicklung mit dem Frühphasen- und Wachstumsfonds der Brandenburg Kapital zu begleiten und den Aufbau des Unternehmens in Hennigsdorf zu unterstützen“, ergänzt Dr. Angelika Vlachou, Senior Investmentmanager bei Brandenburg Kapital.

 

Über Lindis Blood Care
Lindis Blood Care entwicklelt eines Medizinprodukt, das bei der Operation von Tumoren in der Onkologie zum Einsatz kommen soll, um die Möglichkeit der Eigenblutgabe des während der Operation aufgefangenem Blutes zu eröffnen. Das Produkt bestehend aus einer Kombination aus einem Antikörper und Filter und dient der Entfernung von Tumorzellen aus dem Blut.

Kontakt
Lindis Bloodcare GmbH
Dr. Franzpeter Bracht
Neuendorfstrasse 20B
16761 Hennigsdorf
T.: + 49 160 7913153
business.development@lindis-bloodcare.com
www.lindis-bloodcare.com

 

Über das ProFIT-Programm / Investitionsbank des Landes Brandenburg
Das Förderprogramm ProFIT unterstützt Unternehmen und Forschungseinrichtungen im Land Brandenburg bei Einzel- und Verbundprojekten in den Phasen Forschung und Entwicklung sowie Marktvorbereitung/Markteinführung mit Zuschüssen und Darlehen. Ebenfalls gefördert werden Durchführbarkeitsstudien durch externe Dienstleister (Unternehmen oder Forschungseinrichtungen) zur Vorbereitung von Forschungstätigkeiten. Angestrebt sind insbesondere Kooperationen zwischen Wissenschaft und Wirtschaft und der Technologietransfer, um die wirtschaftliche Verwertung von Forschungs- und Entwicklungsergebnissen in Brandenburg zu verstärken und zu beschleunigen.

Die eingesetzten Mittel stammen aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) und vom Land Brandenburg. Bisher wurden über ProFIT mehr als 112 Millionen Euro Zuschüsse und Darlehen bewilligt.

 

Über Brandenburg Kapital GmbH / Investitionsbank des Landes Brandenburg
Die Investitionsbank des Landes Brandenburg (ILB) managt verschiedene Beteiligungsfonds, die wachstums- und innovationsorientierte Unternehmen mit Sitz und/oder Betriebsstätte in Brandenburg finanzieren. Die Fondsmittel für den im Auftrag des Brandenburger Wirtschaftsministeriums errichteten Frühphasen- und Wachstumsfonds der Brandenburg Kapital werden aktuell aus Mitteln des Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung und aus Eigenmitteln der ILB bereitgestellt. Durch die Beteiligungsaktivitäten der ILB wurden bisher 215 Unternehmen mit rund 235 Millionen Euro auf ihrem Wachstumskurs begleitet. Rund 8.400 moderne Arbeitsplätze sind entstanden beziehungsweise wurden gesichert. Die von der ILB betreuten Fonds decken das gesamte Spektrum von der Venture Capital-Finanzierung in der Unternehmensgründung und frühen Wachstumsphase bis hin zur Mezzanine-Finanzierung für etablierte mittelständische Unternehmen ab. Zusätzlich investierten Privat-Investoren bisher mehr als 450 Millionen Euro in die Unternehmen. Weitere Informationen: www.brandenburg-kapital.de

Kontakt
Investitionsbank des Landes Brandenburg
Felix Dollase
T.: +49 331 660 – 1523
Mobil: +49 173 3070 133
felix.dollase@ilb.de

 

Über den High-Tech Gründerfonds
Der Seedinvestor High-Tech Gründerfonds (HTGF) finanziert Technologie-Startups mit Wachstumspotential. Mit einem Volumen von insgesamt 895,5 Mio. Euro verteilt auf drei Fonds sowie einem internationalen Partner-Netzwerk hat der HTGF seit 2005 bereits mehr als 560 Startups begleitet. Sein Team aus erfahrenen Investment Managern und Startup-Experten unterstützt die jungen Unternehmen mit Know-how, Entrepreneurial-Spirit und Leidenschaft. Der Fokus liegt auf High-Tech Gründungen aus den Branchen Software, Medien und Internet sowie Hardware, Automation, Healthcare, Chemie und Life Sciences. Über 2 Milliarden Euro Kapital investierten externe Investoren bislang in mehr als 1.400 Folgefinanzierungsrunden in das HTGF-Portfolio. Außerdem hat der Fonds Anteile an mehr als 100 Unternehmen erfolgreich verkauft.

Zu den Investoren der Public-Private-Partnership zählen das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie, KfW Capital, die Fraunhofer-Gesellschaft sowie die Wirtschaftsunternehmen ALTANA, BASF, Bayer, Boehringer Ingelheim, B.Braun, Robert Bosch, BÜFA, CEWE, Deutsche Post DHL, Dräger, Drillisch AG, EVONIK, EWE AG, FOND OF, Haniel, Hettich, Knauf, Körber, LANXESS, media + more venture Beteiligungs GmbH & Co. KG, PHOENIX CONTACT, Postbank, QIAGEN, RWE Generation SE, SAP, Schufa, Schwarz Gruppe, STIHL, Thüga, Vector Informatik, WACKER und Wilh. Werhahn KG.

Kontakt
High-Tech Gründerfonds
Tobias Faupel
Schlegelstraße 2
53113 Bonn
T.: +49 228 823 00 149
t.faupel@htgf.de
www.htgf.de

 

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