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Weltneuheit aus Bremen: Klebstoff bei Nierensteinen – Purenum entwickelt medizinischen Klebstoff

Das Bremer Start-up Purenum hat einen einzigartigen Klebstoff entwickelt, der Nierensteine verklebt, jedoch nicht an Gewebe oder medizinischen Geräten haftet – ein Durchbruch für künftige Nierenstein-Operationen. Unterstützt wird das Start-up durch das Starthaus, eine Initiative der BAB – Die Förderbank für Bremen und Bremerhaven, dem High-Tech Gründerfonds und weiteren privaten Investoren.

Mehr als 100.000 Menschen unterziehen sich jährlich in Deutschland einer Nierenstein-OP, bei der der Stein in der Niere per Laser oder Ultraschall zertrümmert und anschließend durch die Harnröhre entfernt wird. Dabei bleiben in der Niere häufig Fragmente der Steine zurück, die zu klein sind, um sie mit medizinischen Geräten zu greifen. Forscher vermuten, dass diese Trümmerstücke zur erneuten Steinbildung beitragen.

Dem promovierten Biologen Ingo Grunwald und dem Ingenieur Manfred Peschka ist es gemeinsam mit Urologen einer Universitätsklinik gelungen, einen Klebstoff zu entwickeln, der diese Fragmente miteinander verklebt. Der Mix aus Steinen und Klebstoff kann dann von einem Greifer durch die Harnröhre entfernt werden. „Das Besondere: Der Klebstoff haftet weder am Nierengewebe noch an den Instrumenten und verklebt zudem auch unter Wasser. Wir sprechen hier von selektiver Adhäsion. Nur so ist möglich, den Klebstoff-Nierenstein-Mix ohne Schäden an der Niere zu entfernen“, schildert Peschka.

Nachdem erste Tests positiv verliefen, geht es für das junge Unternehmen nun daran, den Klebstoff für den medizinischen Einsatz zu zertifizieren und in einer klinischen Studie die Unbedenklichkeit nachzuweisen. Um die Finanzierung dieser aufwendigen und langwierigen Verfahren sicherzustellen, unterstützt das Starthaus Purenum über das Finanzinstrument des EFRE Beteiligungsfonds zusammen mit einer Finanzierung des High-Tech Gründerfonds und weiteren privaten Investoren.

„Der innovative Klebstoff hat das Potenzial, das Leben von vielen Menschen zu erleichtern. Mit einer Beteiligung tragen wir dazu bei, dass aus einer Innovation ein tatsächliches medizinisches Produkt entsteht“, so Ralf Stapp, Geschäftsführer der BAB. Seit 2017 hat die BAB den EFRE-Beteiligungsfonds Bremen mit einem Volumen von bis zu sechs Millionen Euro eingerichtet, mit dem sie Gründende finanziell unter die Arme greift. Zielgruppe dieses Fonds sind junge, innovative Unternehmen, an denen sich die BAB über ihr Tochterunternehmen die BAB Beteiligungs- und Managementgesellschaft Bremen mbH offen beteiligt. Der EFRE-Beteiligungsfonds Bremen speist sich aus Mitteln des Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE) und des Senators für Wirtschaft, Arbeit und Häfen.

„Dem Team ist es gelungen Go-Bio II Mittel einzuwerben, die im August zugesagt wurden. So ist Purenum nun bestens gerüstet, um den Klebstoff zu einem zertifizierten Medizinprodukt zu machen, das Patienten schmerzhafte Nierensteine ersparen kann“, freut sich auch Dr. Anke Caßing, Investment Managerin beim HTGF.

Über Purenum
Purenum ist eine Ausgründung des Bremer Fraunhofer Instituts für Fertigungstechnik und Angewandte Materialforschung (IFAM), an dem die beiden Gründer zuvor langjährig im Bereich der Bio-Klebstoffe arbeiteten und forschten. Der Klebstoff entstand im Rahmen des Projekts mediNiK im Go-Bio-Förderprogramm des Bundesministeriums für Bildung und Forschung. Eine Zertifizierung und damit der Markteintritt ist für 2021 eingeplant.

Pressekontakt
Juliane Scholz (verantwortlich)
Pressesprecherin STARTHAUS
T: 0421- 96 00 128
presse@starthaus-bremen.de

Über Starthaus Bremen
Das Starthaus ist die zentrale Anlaufstelle im Bremer Gründungsökosystem. Es begleitet Gründungs- und Aufbauprozesse, stellt Kontakte zum Gründungsnetzwerk des Landes Bremen her und konzipiert und koordiniert die verschiedenen Förderbausteine. Erfahrene Starthelfer-/innen stehen in der Bremer Innenstadt und in Bremerhaven Gründenden und jungen Unternehmen zur Seite, unterstützen zu allen Gründungsfragen und informieren zur unternehmerischen Tätigkeit. Das Starthaus ist eine Initiative der BAB, der Förderbank für Bremen und Bremerhaven (Bremer Aufbau-Bank GmbH). Weitere Informationen: www.starthaus-bremen.de

Über High-Tech Gründerfonds
Der Seedinvestor High-Tech Gründerfonds (HTGF) finanziert Technologie-Startups mit Wachstumspotential. Mit einem Volumen von insgesamt 892,5 Mio. Euro verteilt auf drei Fonds (272 Mio. Euro Fonds I, 304 Mio. Euro Fonds II, 316,5 Mio. Euro Fonds III) sowie einem internationalen Partner- Netzwerk hat der HTGF seit 2005 bereits 500 Startups begleitet. Sein Team aus erfahrenen Investment Managern und Startup Experten unterstützt die jungen Unternehmen mit Know-how, Entrepreneurial-Spirit und Leidenschaft. Der Fokus liegt auf High-Tech Gründungen aus den Branchen Software, Medien und Internet sowie Hardware, Automation, Healthcare, Chemie und Life Sciences. Mehr als 1,8 Milliarden Euro Kapital investierten externe Investoren bislang in über 1.300 Folgefinanzierungsrunden in das HTGF-Portfolio. Außerdem hat der Fonds Anteile an mehr als 90 Unternehmen erfolgreich verkauft.

Zu den Investoren der Public-Private-Partnership zählen das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie, die KfW, die Fraunhofer-Gesellschaft sowie die Wirtschaftsunternehmen ALTANA, BASF, Bayer, Boehringer Ingelheim, B.Braun, Robert Bosch, BÜFA, CEWE, Deutsche Post DHL, Dräger, Drillisch AG, EVONIK, EWE AG, Haniel, Hettich, Knauf, Körber, LANXESS, media + more venture Beteiligungs GmbH & Co. KG, PHOENIX CONTACT, Postbank, QIAGEN, RWE Generation SE, SAP, Schufa, Schwarz Gruppe, STIHL, Thüga, Vector Informatik, WACKER und Wilh. Werhahn KG.

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